gem. §45a AufenthG

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Die berufsbezogene Deutschförderung ist ein Kursangebot für Menschen mit Migrationshintergrund, die Arbeit suchen und in ihrem Beruf weiterkommen wollen. Ziel der Berufssprachkurse ist die schnelle und nachhaltige Integration in den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt.

Was sind Berufssprachkurse?

In den Berufssprachkursen wird Deutsch mit Bezug zum Beruf gelernt. Die Berufssprachkurse werden in Form von Basisberufssprachkursen und Spezialberufssprachkursen angeboten.

Basisberufssprachkurse:

Diese Kurse bestehen aus 400 bis 500 Unterrichtsstunden von je 45 Minuten. Diese Kursarten können das Zielsprachniveau B1, B2 oder C1 haben. Das Erreichen von berufsbezogenen Deutschkenntnissen im allgemeinberuflichen Kontext auf einem bestimmten Zielsprachniveau steht im Mittelpunkt der Berufssprachkurse. Dabei lernen Sie Deutsch mit beruflichen Elementen. Neben der Grammatik lernen Sie vor allem den Wortschatz, den Sie im Beruf benötigen, damit Sie sich mit Kollegen und den Vorgesetzten verständigen können und mit Kunden in Kontakt treten können.

Spezialberufssprachkurse: Fachspezifischer Unterricht / Anerkennungsverfahren:

Diese Spezialkurse vermitteln berufsbezogenes Deutsch im Kontext von bestimmten Berufen oder Berufsgruppen. In den Spezialkursen lernen Sie ganz spezielle Fachbegriffe und die Grammatik, die Sie für Ihre Berufsausrichtung benötigen. Im Mittelpunkt dieser Kurse stehen die fachlichen Inhalte und die sprachlichen Mittel, die Sie für Ihren Beruf benötigen. Die zrb gGmbH bietet vor allem Spezialkurse für akademische Gesundheitsberufe und nicht akademische Gesundheitsberufe an.


Wer kann teilnehmen?

Sie müssen arbeitsuchend gemeldet sein und/oder beziehen in der Regel Leistungen nach SGB II (Hartz IV) oder SGB III (Arbeitslosengeld); Sie suchen eine Ausbildungsstelle, befinden sich bereits in der Ausbildung oder Sie durchlaufen gerade das Anerkennungsverfahren für Ihren Berufs- bzw. Ausbildungsabschluss.

Sie haben einen Migrationshintergrund und einen Bedarf an sprachlicher Weiterqualifizierung. D.h. Sie gehören zu einer der folgenden Gruppen:

  1. Zugewanderte, einschließlich der Geflüchteten, die sich im Anerkennungsverfahren befinden und eine gute Bleibeperspektive haben (letzteres gilt zur Zeit für die fünf Herkunftsländer Syrien und Eritrea). Ausgeschlossen sind Flüchtlinge aus sicheren Herkunftsländern.
  2. Bürgerinnen und Bürger der EU,
  3. Deutsche mit Migrationshintergrund.
  4. Sie haben bereits einen Integrationskurs absolviert und/oder sprechen bereits Deutsch auf B1, B2 oder C1 Niveau nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER).

Wer an den Berufssprachkursen teilnimmt, entscheiden die Arbeitsagenturen und Jobcenter. Wenden Sie sich hier an Ihre Beraterin oder Ihren Berater.

Auch wenn Sie sich in einem Beschäftigungsverhältnis befinden, können Sie an Berufssprachkursen teilnehmen, sofern Sie noch keine ausreichenden Sprachkenntnisse besitzen, um den (zukünftigen) Arbeitsalltag zu meistern. Es besteht für Sie ein Kostenbeitrag von 50% pro Unterrichtseinheit, wenn Ihr zu versteuerndem Jahreseinkommen über 20.000 € liegt. Die Zahlung des Kostenbeitrags kann auch durch den Arbeitgeber erfolgen.


Spezialmodule

Ausländische Fachkräfte in Gesundheitseinrichtungen

Internationale Fachkräfte werden in Zukunft immer wichtiger, um den Mangel an geschultem einheimischen Personal auszugleichen.
Wenn Sie beabsichtig, ausländische Mitarbeiter einzustellen oder diese bereits im Unternehmen haben, so stehen Sie vor der Herausforderung, die neue Fachkraft effizient in den Arbeitsalltag einzugliedern. Dazu gehört auch das Training der deutschen Sprachen.

Voraussetzung

Voraussetzung für die Anerkennung von diesen im Ausland erworbenen Qualifikationen:

Ausländische Ärzte müssen eine Fachsprachenprüfung vor der bayrischen Landesärztekammer ablegen und bestehen.
Pflegefachkräfte benötigen ein anerkanntes Sprachzertifikat auf B2 – Sprachprüfung Pflege.
Der Lehrgang schließt mit einem fach-kundigen Zertifikat ab. Alle erworbenen Kenntnisse und Lehrgangsinhalte sind darin aufgeführt und beschrieben.

Unser Angebot für Sie

Wir helfen Ihnen dabei, diese Anforderungen zu erfüllen und unterstützen Ihr Unternehmen mit maßgeschneiderten Angeboten zur berufsbezogenen Deutschsprachförderung. So erreichen Ihre Mitarbeiter die nötigen sprachlichen Voraussetzungen für eine Tätigkeit in medizinischen Berufen. Die Spezialmodule werden in Zusammenarbeit mit den Kliniken Nordoberpfalz AG in Weiden durchgeführt. Im Rahmen der berufsbezogenden Deutschsprachförderung nach § 45a AufenthG des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) werden Spezialmodule angeboten. Diese Spezialmodule werden von unseren durch das BAMF lizenzierten Fachdozenten durchgeführt.


Spezialmodul „Deutsch für
akademische Heilberufe“

Das vorbereitende Spezialmodul „akademische Heilberufe“ richtet sich an Ärzte, Zahnärzte und Apotheker.

Voraussetzungen:
• Im Ausland abgeschlossenes Studium (Humanmedizin, Zahnmedizin oder Pharmazie)
• Sprachzertifikat Deutsch auf einem sicheren Sprachniveau B2
• verpflichtende Teilnahme am Einstufungstest

Abschluss:
• Fachsprachprüfung vor der bayrischen Landesärztekammer im Rahmen des Approbationsverfahrens

Das Spezialmodul umfasst 300 bis 600 Unterrichtseinheiten.


Spezialmodul „Deutsch für
nichtakademische Gesundheitsberufe“

Das vorbereitende Spezialmodul „nichtakademische Gesundheitsberufe“ richtet sich vor allem an Pflegekräfte.

Voraussetzung:
• im Ausland abgeschlossene Ausbildung in einem nichtakademischen Gesundheitsberuf
• Sprachzertifikat Deutsch auf Niveau B1
• verpflichtende Teilnahme am Einstufungstest

Abschluss:
• berufsbezogene „B2-Sprachprüfung Pflege“

Das Spezialmodul umfasst 300 bis 600 Unterrichtseinheiten.


Ansprechpartner

Ines Pollmer

Berufsbezogene Sprachförderung

Tel.: 0961 48178 – 65

E-Mail: ines.pollmer@zrb-weiden.de

zrb / Berufsbezogene Sprachförderung

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