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Projekt „Jobstarter plus“ in Weiden vorgestellt in OTV 28. Mai 2019 15:35

Laut Statistik bilden in Deutschland nur 11,5% der Kleinstbetriebe mit bis zu neun Mitarbeitern aus. Die Zahlen dürften in der Oberpfalz ähnlich aussehen. Und so wurde das Programm „Jobstarter plus“ an Land gezogen. Es soll genau diese Unternehmen ansprechen, die vielleicht noch nie selbst ausgebildet haben. In der Weidener Volkshochschule war heute Vormittag Auftaktveranstaltung des Programms. (tb)


Duale Ausbildung attraktiver machen am 31.05.19 im Neuen Tag

Alle sind zusammengekommen, um das neue Bundesprogramm Jobstarter plus zu präsentieren, darunter für die HWK Niederbayern-Oberpfalz Bereichsleiter Andreas Keller (Dritter von links), IHK-Gremiumsgeschäftsführer Florian Rieder (Zehnter von links), VHS-Geschäftsführer Stefan Frischholz (Achter von links) und Bürgermeister Jens Meyer (Siebter von links).Bild: Bühner

Duale Ausbildung attraktiver machen

Im Wettbewerb um die Schulabsolventen beginnt in der Region eine neue Ära. Mit hohem Einsatz von Fördermitteln starten Volkshochschule, HWK und IHK ein neues Projekt.

„Wir wollen Betrieben helfen zu zeigen, dass sie ein attraktiver Ausbilder sind“, sagte Bereichsleiter Andreas Keller von der Handwerkskammer Niederbayern Oberpfalz. Für IHK-Geschäftsstellenleiter Florian Rieder geht es schlicht um das „Marketing für die duale Ausbildung“. Zur Präsentation des neuen Projekts „Jobstarter plus“ trafen sich Vertreter der Kammern, der regionalen Politik, der Kommunen, der Arbeitsagentur, Schulverwaltung und Bildungsträgern.

Knapp eine halbe Million Fördermittel des Bundesforschungs- und Bildungsministeriums und des Bundesinstituts für Berufliche Bildung haben die Projektträger VHS Weiden-Neustadt, IHK und HWK vorrangig zur Qualitätssteigerung der dualen Ausbildung in Klein- und Mittelbetrieben erhalten. Zwei Einzelprojekte werden damit gefördert: „Machen – mit Ausbildung Chancen im Handwerk ergreifen und nutzen“ heißt der Teil für den die Handwerkskammer zuständig ist; „Klein & fein: Ausbildung mit Herz, Hand und Verstand“ lautet der Name des IHK/VHS-Teilprojekts, das von der VHS-Tochter "Zentrum für regionale Bildung" umgesetzt wird. „Jobstarter plus“ läuft drei Jahre lang. Dazu sagt HWK-Vertreter Keller: „Wir wollen Impulse für die berufliche Bildung in der Region setzen und dabei vor allem die Ausbildungsstruktur verbessern“. Keller sieht auch darin eine Verbesserung der „Alternativen zur Akademisierung“.

Nur an fünf Projektträger in Bayern wurden Fördermittel aus „Jobstarter plus“ vergeben. Wie die Fördermittel eingesetzt werden sollen, erläuterten die Projektleiterinnen Stefanie Sommer von der HWK und Martina Knorr von der VHS. Zielgruppen sind Kleinst- und Kleinbetriebe mit bis zu 49 Mitarbeitern. Im HWK-Bereich soll der Fokus zunächst auf sogenannte zulassungsfreie Handwerksbereiche wie Fliesenleger oder Fotografen gelegt werden. Versucht werden soll, solche Ausbildungsmöglichkeiten zu schaffen, die bisher in der Region nicht vorhanden sind. Genannt wurde als Beispiel der medizintechnische Bereich. Vorrangig geht es aber um die Steigerung der Attraktivität des Ausbildungsplatzangebots. Sommer nennt dazu Stichworte wie Unterstützung beim Marketing für Stellenangebote und bei der Bewerberakquise sowie der Informationsarbeit an Schulen, für Eltern und bei Messeauftritten.

Betriebe sollen auch Hilfen bei rechtlichen Fragestellungen, wie der Ausbildungsberechtigung oder Fördermöglichkeiten für Aus- und Weiterbildung, erhalten. Alle Aktivitäten von „Jobstarter plus“ sollen das vorhandene Dienstleistungsangebot ergänzen und keinesfalls Doppelstrukturen aufbauen, betont Knorr. Derzeit gebe es bereits 12 Kooperationspartner. Netzwerkarbeit und Austauschplattformen mit den vorhandenen Beratungs- und Hilfsorganisationen seien deshalb angesagt. Die HWK kann das Projekt mit den vorhandenen Personalkapazitäten durchführen, bei der VHS kommt zusätzliches Personal von mehr als 1,5 Vollzeitstellen zum Einsatz. Von einem „Strukturförderungsprogramm“ sprach der stellvertretende Landrat Albert Nickl. Bürgermeister Jens Meyer freut sich, dass Kleinstunternehmen geholfen werden kann und sieht im vorliegenden Projekt einen „Gewinn für die gesamte Gesellschaft“. Begrüßt wurden die Gäste in der VHS-Aula in Weiden von VHS-Geschäftsführer Stefan Frischholz.


„Jobstarter plus“ macht Kleinbetriebe zum Ausbildungs-Ass am 5. Juni 2019 in Oberpfalzecho

Weiden. Mit dem Programm „Jobstarter plus“ fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bundesweit Projekte, die Impulse für die berufliche Bildung setzen und regionale Ausbildungsstrukturen verbessern.

Von Jürgen Wilke 

Sowohl das „Zentrum für regionale Bildung“ (ZRB) an der Volkshochschule Weiden-Neustadt (vhs) mit dem Projekt „klein & fein – Ausbildung mit Herz, Hand und Verstand“, als auch die Handwerkskammer Niederbayern–Oberpfalz mit dem Projekt „Machen – mit Ausbildung Chancen im Handwerk ergreifen und nutzen“ sind beide Jobstarter plus–Projekte und haben ein gemeinsames Ziel: die Klein- und Kleinstbetriebe zu unterstützen. In der Aula der vhs in Weiden startete kürzlich das Programm „Jobstarter plus“ für die Nordoberpfalz.

Ausbildungsstruktur verbessern

Der vhs-Geschäftsführer Stefan Frischholz begrüßte zur Auftaktveranstaltung Vertreter des Landratsamts Neustadt /WN, der Stadt Weiden, der IHK, der Handwerkskammer, der Agentur für Arbeit, der Schulverwaltung und Bildungsträger, der Politik und die Kooperationspartner. Frischholz verwies darauf, dass „Jobstarter plus“ eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2021 hat und die Projektträger 480.000 Euro Fördermittel zur Qualitätssteigerung der dualen Ausbildung in Klein- und Mittelbetrieben erhalten.

Andreas Keller, Bereichsleiter im Bereich Beratung von der Handwerkskammer Niederbayern Oberpfalz, sagt zum Projekt : „Wir wollen Impulse für die berufliche Bildung in der Region setzen und dabei vor allem die Ausbildungsstruktur verbessern.“ In seinem Referat verweist er darauf, dass das Vorhaben den Klein– und Kleinstbetrieben bis maximal 49 Mitarbeitern zugute kommt. Das Einzugsgebiet umfasst Niederbayern und die Oberpfalz. Die Ziele sind unter anderem: Steigerung der Attraktivität des Ausbildungsangebots, die Erhöhung der Ausbildungsbereitschaft, eine gute Positionierung auf dem Ausbildungsmarkt und die Gewinnung von Nachwuchskräften.

Andreas Keller Jobstarter Plus

Kleine Unternehmen unterstützen

Die ZRB-Mitarbeiterin und Leiterin des Projekts „klein & fein“, Martina Knorr, erläutert ihre Aufgaben: Klein- und Kleinstunternehmen (KKU) sollen für die Ausbildung gewonnen und weiterhin unterstützt werden, denn diese Unternehmen haben zunehmend Schwierigkeiten ihre Ausbildungsplätze mit motivierten und zum Betrieb passenden Jugendlichen zu besetzen. Hier setzt das Projekt „klein & fein“ an, damit auch regionale KKU langfristig im Wettbewerb um qualifiziertes Personal bestehen können.

Martina Knorr Jobstarter Plus vhs Weiden

Martina Knorr, ZRB-Mitarbeiterin und Leiterin des Projekts „klein & fein“.

 

Das Unterstützungsangebot reicht von der Klärung der Ausbildungsberechtigung bis hin zur Hilfestellung, sich als Betrieb auf dem stark umworbenen Markt für junge Nachwuchskräfte zu positionieren. Mittels eines praktisch orientierten Berufe-Marketings sollen Betriebe passgenau mit potentiellen Auszubildenden zusammengebracht werden. Die regionale Vernetzung aller ausbildungsrelevanten Akteuren an der Schnittstelle Schule-Beruf ist ebenfalls Bestandteil dieser Arbeit.

Ein Dutzend Kooperationspartner

Für eine bestmögliche und nachhaltige Arbeit wird mit der Industrie- und Handelskammer sowie der Agentur für Arbeit kooperiert.

‚Jobstarter plus‘ soll das Dienstleistungsangebot ergänzen und keinesfalls Doppelstrukturen aufbauen“

betont Martina Knorr. Derzeit gebe es zwölf Kooperationspartner. Stefanie Sommer, die Leiterin des Projekts „Machen“ der Handwerkskammer Niederbayern Oberpfalz, gibt ein Beispiel, wie Hilfe des Struktur–Förderprogramms in der Praxis aussieht: Nach einer Terminvereinbarung fährt ein Projektmitarbeiter zum betreffenden Betrieb. Dort wird besprochen: Wie ist der Unterstützungsbedarf? Wie ist der Betrieb aufgestellt und wie kann von der Planung der Ausbildung bis zu den Ausbildungsangeboten der Betrieb unterstützt werden?

Weidens Bürgermeister Jens Meyer freute sich, dass so Kleinstunternehmen geholfen werden kann. Dieses Projekt, bei dem Stadt und Land Hand in Hand arbeiten, sei ein Gewinn für die Gesellschaft. Der stellvertretende Landrat Albert Nickl sprach den Mitarbeitern und Verantwortlichen Strukturförderungsprogramm „Jobstarter plus“ seinen Dank aus. Der Pädagogische Leiter der Vhs Leonhard Dietrich lobte das gemeinsame Projekt, das dem Wohl der Region Oberpfalz dient.

Stefanie Sommer Jobstarter Plus

Stefanie Sommer, Leiterin des Projekts „Machen“ der Handwerkskammer Niederbayern Oberpfalz

Bilder: Jürgen Wilke 


Duale Ausbildung stärken - Vorstellung des Jobstarter-Projekts am 31.07.19 im Neuen Tag

Oberbürgermeisterkandidat Benjamin Zeitler und Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht zu Besuch bei der Volkshochschule Weiden-Neustadt: Vorgestellt wird das Projekt Jobstarter plus „Klein und fein – Ausbildung mit Herz und Verstand“, welches darauf abzielt, Klein- und Kleinstbetriebe für Schulabgänger als Ausbildungsstätte attraktiv zu machen.


Jobstarter plus: Ausbildungsplätze zu bieten - Oberpfalzecho am 26.09.19

Weiden. Zu wenig Bewerber für zu viele freie Lehrstellen: Das Projekt „Jobstarter plus“ hilft kleinen Firmen in der nördlichen Oberpfalz auf der Suche nach Auszubildenden.

Von Udo Fürst

 

Die Zeiten haben sich massiv geändert. Konnten die Unternehmen ihre Auszubildenden bis vor wenigen Jahren noch unter einer Masse an Bewerbungen auswählen, so ist dies heute mehr oder weniger umgekehrt. Junge Menschen haben die Qual der Wahl, was ihren künftigen Ausbildungsplatz betrifft. Gut für sie, schlecht für viele vor allem kleine Firmen, die händeringend Nachwuchs suchen. Momentan gibt es 809 freie Stellen auf dem Ausbildungsmarkt des Arbeitsamtsbezirks Weiden, aber nur circa 200 Jugendliche, die noch keine Lehrstelle haben.

„klein&fein“

Hier setzt das Förderprogramm „Jobstarter plus“ des bei der Volkshochschule angesiedelten Zentrums für regionale Bildung (zrb) Weiden an. Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten bundesweiten Projekt ist es, Klein- und Kleinstunternehmen für die Ausbildung zu gewinnen und neue Ausbildungsplätze zu schaffen. Unter der Überschrift „klein&fein: Ausbildung mit Herz, Hand und Verstand“ steht die Ausbildungsplatzentwicklung in kleinen Unternehmen im Bereich der Industrie- und Handelskammer (IHK) und in den freien Berufskammern in der nördlichen Oberpfalz im Fokus.

Keine leichte Aufgabe

Anne Kete-Ebetina hat keine leichte Aufgabe. „Wir können uns leider keine Lehrlinge backen“, bedauert die für das Jobstarterprojekt zuständige pädagogische Fachkraft des zrb. Ihre Aufgabe ist es, Firmen mit zwei bis 49 Mitarbeitern in der nördlichen Oberpfalz bei der Suche nach Auszubildenden zu unterstützen. „Kleinbetriebe haben natürlich keine solchen Möglichkeiten wie große Unternehmen, die Interessenten den Ausbildungsplatz schon mal mit einem Handy oder Laptop schmackhaft machen.“ Deshalb müssten die Kleinen ihre Attraktivität anderweitig steigern.

Hier will das zrb ansetzen und unter anderem noch nicht ausbildende Klein- und Kleinstunternehmen in Bezug auf Neuerungen und Innovationen in Ausbildungsberufen beraten, sie bei administrativen und rechtlichen Fragen sowie bei der Suche nach Auszubildenden in Kooperation mit der Agentur für Arbeit unterstützen.

Gezielte Hilfen

Weitere Punkte sind zum Beispiel die Unterstützung bei der Anbahnung von Praktika und Einstiegsqualifizierungen (EQ) mit dem Ziel der Übernahme in ein Ausbildungsverhältnis, die Hilfe bei Einstiegsqualifizierungen und ausbildungsbegleitenden Hilfen, ein Berufe- und Betriebsmarketing zur Steigerung der Ausbildungs- und Arbeitgeberattraktivität, eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit sowie die Unterstützung bei Arbeitsgruppen, Fachforen oder Workshops sowie bei Aktionen der beruflichen Ausbildung.

Kete-Ebetina weiß, dass „die Eltern einen großen Einfluss auf die Berufswahl ihrer Kinder haben, weshalb wir sie mit ins Boot holen wollen“. Deshalb suche man auch das Gespräch mit den Eltern und initiiere Elterabende und Aktionstage. „Wir wollen eine größtmögliche Offenheit gegenüber den Ausbildungsberufen herstellen und andererseits den Firmen zeigen, wie sie Azubis gewinnen können.“

Das Weidener Projekt ist eines von bundesweit nur 16 Vorhaben und bis zum 31. Dezember 2021 befristet. Infos per E-Mail an anne.kete-ebetina@zrb-weiden.de oder unter Telefon (09 61) 4 81 78 68

Fotos: Udo Fürst

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